Störungen der Nahrungsaufnahme bei Säuglingen und Kleinkindern mit dem Williams-Beuren-Syndrom
(Jutta Veerbeck)

Zu den Besonderheiten bei Menschen mit dem Williams-Beuren-Syndrom gehören in der frühen Kindheit sehr häufig Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme. Im Vortrag wird zunächst die Entwicklung der Nahrungsaufnahme von flüssiger, breiiger bis hin zu fester Kost vorgestellt. Wir werden die Bedeutung der sensomotorischen Entwicklung in Bezug auf die Nahrungsaufnahme untersuchen und uns mit den mannigfaltigen Ernährungsschwierigkeiten bei sehr jungen Kindern mit dem Williams-Beuren-Syndrom beschäftigen. Den Teilnehmern werden Möglichkeiten vorgestellt, das Kind im familiären Umfeld in Bezug auf motorische Entwicklung und Nahrungsaufnahme zu unterstützen: Sitzhaltung, Hilfsmittel (Becher, Löffel), Variation der Nahrungskonsistenz, strukturiertes Zähneputzen, therapeutische Führung des Löffels, etc. In der anschließenden Diskussion
können individuelle Erfahrungen besprochen werden. Gemeinsam werden Zusammenhänge in Bezug auf Motorik, Mundmotorik, Überempfindlichkeiten in der Wahrnehmung, Auswahl der Speisen und Hilfsmittel besprochen und auf die Schwierigkeiten und Ressourcen des eigenen Kindes übertragen.

Jutta Veerbeck

Jutta Veerbeck
Seit 1987 Ergotherapeutin im St. Johannes Hospital Duisburg- Hamborn (jetzt Helios), WBS-Zentrum Duisburg;
Schwerpunkt Pädiatrie seit 2000; Zusatzqualifikation Sensorische Integrationstherapie 2001; 2002 bis 2010: Teilnahme an pädiatrischen Weiterbildungen, u.a. Entwicklungsdiagnostik und Störungen der Nahrungsaufnahme; seit Februar 2019: Fachtherapeutin „Dysphagie bei Säuglingen und Kleinkindern“.