Motorische Besonderheiten beim WBS in der Entwicklung
(Prof. Kati Wübbenhorst-Holl)

Die Motorik des Menschen umfasst die Planung die Realisation und die Kontrolle von sämtlichen Bewegungen, unbeachtet ihrer Natur. Die Motorik von Patienten mit dem Williams-Beuren Syndrom unterliegt den selben Antrieben, wie jene von Gleichaltrigen. Die veränderte Expression der Motorik bei WBS beschränkt jedoch den Alltag der Patienten auf unterschiedliche
Art und Weise. Der Ursprung dieser veränderten Expression ist vielerorts, daher stimmt die Ursache, warum Treppensteigen schwer fällt, nicht mit der Ursache von Schonhaltungen der Extremitäten überein. Umso wichtiger ist es, die motorische Entwicklung umfangreich sowie auch langfristig zu fördern. Die „richtige“ Förderung bzw. die „angemessene“ Therapie kann jedoch erst formuliert werden, wenn motorische, posturale, konditionelle aber auch kognitive Leistungsfähigkeiten erfasst werden und als Grundlage in die Therapieplanung mit einfließen.

Prof. Kati Wübbenhorst

Prof. Dr. Kati Wübbenhorst-Holl
Professur für Physiotherapeutische Befundung & Interventionen EUFH Med. Rostock, PIN.FOR Rostock
Kati Wübbenhorst besetzt seit 2012 die Professur für „Physiotherapeutische Befundung & Intervention“ an der
Europäischen Fachhochschule (EUFH Med) in Rostock. Zudem leitet sie das Physiotherapeutische Institut für
Forschung (PIN.FOR) im Hause. Studiert und Promoviert hat sie an der Universität Rostock. Forschungs-& Beratungsschwerpunkte sind neben der Motorischen Kontrolle von Bewegungen bei neurologischen Störungsbildern auch Interventionen von motorischen Störungen des Bewegungsapparates.


Physiotherapeutisches Institut für Forschung
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Telefon +49 381 8087-266